Musik-Spammer in der Berliner S-Bahn

    Die Meinungen gehen sicher auseinander, aber ich kann Musiker in der S-Bahn nicht ausstehen. Dabei ist es mir egal, wie gut oder schlecht die sein mögen.

    Da hört man entspannt selber Musik, liest etwas oder möchte sich unterhalten und wird gezwungen sich meist lieblose Interpretationen von Lieder anhören, die man bis gerade eben noch mochte. Das ist genauso schlimm wie in der Werbung, wo irgendwelche Fertiggerichte-Hersteller, die mehr Geld in die Bewerbung ihrer minderwertigen Produkte stecken, als in die Qualität des Essen, die Frechheit besitzen, die schönsten italienischen Opern missbrauchen um ihre “Nahrungsmittel” an den Mann zu bringen. In Deutschland ist so vieles verboten. Warum nicht das?

    Aber zurück zu den Musikern, die einen in der Bahn zuspammen. Es gibt da verschiedene Gruppierungen. Erstmal die mafiös organisierten Gruppen vertreten durch mobile ethnischen Minderheiten, die im Laufschritt durch die Bahn rennen, sich in unbekannter Sprache über die Fahrgäste lustig machen und schon beim ersten schrägen Ton frech grinsend den Sammelbecher hinhalten – gegen die sollte man wirklich rigoros vorgehen.
    Dann einige mutige Einzelkämpfer, die zwar nach Bravo-Cover-Musiker aussehen, aber so schlecht spielen und singen, dass man sich fast die mobilen ethnischen Minderheiten wieder zurückwünscht und die Einzelkämpfer in die Vorrunde von DSDS verbannt wissen möchte. Vereinzelt sind auch Perlen dabei, so zB. ein Russe, der seine hervorragende Stimme bei Volksweisen zum besten gibt und manchmal zwei ältere Männer, von denen der eine Gitarre und der andere Geige spielt. Letzteren sieht man leider den Alkohol-Abusus deutlich an den geröteten, aufgedunsenen Gesichtern an. Da fragt man sich, was zuerst da war. Der ausbleibende Erfolg in der musikalischen Karriere oder das Abusus bedingte Unvermögen seinen Verpflichtungen als Künstler nachzukommen. Wie so oft lässt sich bei einem solchen Henne-Ei-Problem nicht sagen, was zuerst da war.
    Wie so oft potenzieren sich Ursache und Wirkung. Unerfreulich aber alltäglich. Die allerwenigsten Musiker haben wahrscheinlich das Glück um ausleben, was sie möchten. Die Erfolgreichen sind von
    Neidern umgeben und ständig andauernden Grabenkämpfen und Erfolgsdruck ausgesetzt – die Kompensation – BTM – das Ende Klub 27.

    Egal welche herzerweichende Geschichte dahinter steckt. Bitte hört auf in der Bahn zu spammen und lernt Maurer oder sonstwas nützliches!

    Kategorie: Gemischt von phil 19.03.12

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